Übersicht zum GR 221

Der GR221, auch „Ruta de Pedra en Sec“ genannt – was so viel heißt wie „Route der Trockensteinmauern“ – ist ein Fernwanderweg auf Mallorca. Er zieht sich rund 145 Kilometer durch die Serra de Tramuntana an der Westküste entlang und umfasst dabei etwa 6.000 Höhenmeter. Die Strecke ist abwechslungsreich: Man wandert durch alte Olivenhaine, folgt den typischen Trockensteinmauern und wird immer wieder mit tollen Ausblicken auf die Küste belohnt. Auf dem Weg kommt man durch kleine Dörfer, vorbei an Fincas und begegnet einigen wilden Ziegen, Schafen oder Eseln.

Tag 1:

Startpunkt: Port d’Andratx

Endpunkt: Sant Elm

Distanz / Höhenmeter: 10 km / 400 m bergauf, 350 m bergab

GPX-Track: zur Route auf Komoot

Schwierigkeit: 

Persönliche Erfahrung:

Nach meiner Ankunft in Palma besorge ich mir erstmal Wasser und eine Gaskartusche – bei Kenia Outdoor werde ich schnell fündig. Gegen 15 Uhr starte ich meine Wanderung in Port d’Andratx. Die Sonne knallt ordentlich, also schnell noch Sonnencreme drauf, dann geht’s los.

Der Weg führt zuerst an der kleinen Bucht entlang, dann wird’s bald steiler und geht stetig bergauf. Immer wieder kreuze ich eine Serpentinenstraße, bis ich den Coll des Vent erreiche. Dort finde ich ein schattiges Plätzchen und mache eine kurze Pause. Eigentlich zweigt der markierte Weg hier nach links ab und führt den Hügel wieder etwas hinunter. Ich bleibe aber oben und folge dem Kamm weiter. Der Pfad ist stellenweise ziemlich schmal und manchmal schwer zu erkennen, aber die Aussicht ist grandios – vor allem auf die Mola de s’Esclop und die umliegenden Berge, die in den nächsten Tagen noch auf mich warten.

Später mündet der schmale Pfad in einen breiteren Weg, der bergab Richtung Sant Elm führt. Der Blick aufs Meer und das kleine Küstendorf ist richtig schön. In Sant Elm mache ich eine Pause am Strand und decke mich im Supermarkt nochmal mit Wasser und Snacks ein. Danach geht’s durch ein Waldstück, und irgendwann finde ich einen guten Platz zum Zelten.

Tag 2:

Startpunkt: Sant Elm

Endpunkt: Estellencs

Distanz / Höhenmeter: 25 km / 1300 m bergauf, 1050 m bergab

GPX-Track: zur Route auf Komoot

Schwierigkeit: 

Persönliche Erfahrung: 

Der Tag beginnt mit dem Aufstieg zur Ruine des ehemaligen Trappistenklosters La Trapa. Der Weg dorthin verläuft größtenteils auf gut begehbaren Pfaden, enthält jedoch auch einige leichte Kraxelpassagen. Bereits früh bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera. Ein kurzer Abstecher vom Hauptweg führt zum Mirador de Josep Sastre. Von diesem Aussichtspunkt fällt der Blick steil hinab auf die Küstenlinie – die Klippe hier ist nahezu senkrecht.

Zurück auf dem Hauptweg öffnet sich der Blick auf die Westküste Mallorcas. In der Ferne ist bereits die markante Silhouette der Mola de s’Esclop zu erkennen. Der Weg verläuft weiter auf einem breiten Weg in Richtung der Finca Ses Fontanelles und führt stellenweise nahe an der Straße entlang. Der anschließende Aufstieg zur Mola de s’Esclop gestaltet sich anspruchsvoller: Das Gelände wird felsiger, und die Sonne steht inzwischen hoch am Himmel. Der Aufstieg erfordert Ausdauer, besonders bei starker Hitze – Schattenstellen werden zu willkommener Erholung. Am Gipfel angekommen, bietet sich ein weiter Panoramablick auf die umliegende Berglandschaft.

Der Abstieg erfolgt über eine lange, serpentinenreiche Schotterstraße. In Estellencs angekommen, bietet ein kleiner Supermarkt die Möglichkeit zu einer kurzen Rast im Schatten. Der letzte Abschnitt der Tagesetappe führt entlang typischer Trockensteinmauern, vorbei an Gärten und einer Straße, bis schließlich ein Waldstück erreicht wird. Dort finde ich einen geeigneten Zeltplatz für die Nacht.

Tag 3:

Startpunkt: Estellencs

Endpunkt: Valldemossa

Distanz / Höhenmeter: 25 km / 1350 m bergauf, 700 m bergab

GPX-Track: zur Route auf Komoot

Schwierigkeit: 

Persönliche Erfahrung:

Der Tag startet auf einem meist flachen Weg, der parallel zum Hang verläuft. Anstatt nach Banyalbufar abzuzweigen, folge ich direkt der Route nach Esporles. Der Weg ist angenehm schattig und führt stellenweise über einen alten, gepflasterten Pfad – ruhig und idyllisch. In Esporles mache ich eine kurze Pause, bevor es auf einer stetig ansteigenden Straße weitergeht. Der Weg verläuft durch dichten Wald, bis ich einen Aussichtspunkt erreiche, der einen schönen Blick auf die umliegende Hügellandschaft bietet. Danach geht es zunächst bergab – allerdings nur, um im Anschluss wieder bergauf zur Mola de sa Comuna zu führen.

Vom Gipfel aus bietet sich ein weiter Blick nach Valldemossa. Der Ort wirkt nach den ruhigen Etappen der letzten Tage deutlich belebter: Viele Menschen sind unterwegs, vor allem Radfahrer. Im Supermarkt decke ich mich mit Wasser und Proviant für den weiteren Weg ein. Zum Abschluss wartet noch einmal ein ordentlicher Anstieg – etwa 500 Höhenmeter hinauf auf das Hochplateau oberhalb von Valldemossa. Oben begegne ich vielen Ziegen und Schafen, die entspannt über die Hänge ziehen. Unterhalb des markanten Es Caragolí finde ich schließlich einen geeigneten Zeltplatz auf rund 900 Metern Höhe. In der klaren Luft genieße ich die ruhige Abendstimmung und einen wunderschönen Sonnenuntergang – ein stimmungsvoller Abschluss dieser Etappe.

Tag 4:

Startpunkt: Valldemossa

Endpunkt: Barranc de Biniaraix

Distanz / Höhenmeter: 27km / 600 m bergauf, 1350 m bergab

GPX-Track: zur Route auf Komoot

Schwierigkeit:

Persönliche Erfahrung:

Nach einer windigen und kurzen Nacht unter freiem Himmel wache ich mit dem ersten Licht des Tages auf. Der Sonnenaufgang ist still und klar, ich bin ganz allein. Mein Abstieg nach Deià beginnt früh – es geht über gefühlt endlose Serpentinen durch den Wald bergab. Unterwegs sehe ich mehrere andere, die ebenfalls wild campen. Ich bin also nicht der Einzige, der sich diese Freiheit nimmt. In Deià mache ich kurz Halt im Supermarkt, bevor ich mich gegen den offiziellen GR221 entscheide. Statt den Weg ins Landesinnere zu folgen, nehme ich den Weg Richtung Cala Deià. Danach verläuft ein Weg parallel zum GR221, führt aber direkt entlang der Küste – ein echter Geheimtipp. Ich komme an wunderschönen Buchten vorbei, entdecke viele abgelegene Plätze zum Übernachten und genieße die Ausblicke aufs offene Meer. Auch wenn der Pfad stellenweise ungepflegt wirkt, gefällt mir dieser Abschnitt bisher am besten. Zurück auf dem GR221 wandere ich durch weite Olivenhaine, vorbei an einem kleinen Leuchtturm mit Blick über Port de Sóller. Ich folge dem Weg entlang der Bucht und lege eine Pause am Strand ein.

Statt dem offiziellen Weg nach Sóller, der teils neben der Straße verläuft, wähle ich erneut eine Alternative: einen Pfad hinter einem Hügel, schattig, umgeben von alten Olivenbäumen, alten Landhäusern, Orangen- und Zitronenplantagen. Der Blick auf das Tal von Sóller ist grandios. Über kleine Nebenstraßen gelange ich ins Ortszentrum, mache eine Pause am belebten Marktplatz, schaue mir die sehenswerte Kirche an und decke mich im Supermarkt mit 3,5 Litern Wasser ein – die nächste Etappe wird anstrengend. Ich gehe langsam weiter nach Biniaraix, einem kleinen, ruhigen Dorf am Fuße der Schlucht. Hier beginnt der Aufstieg: gepflasterte Wege, Trockensteinmauern, es geht stetig bergauf. Die Landschaft wirkt wie aus einer anderen Zeit – still, schlicht, wunderschön. Schließlich finde ich einen passenden Platz für mein Zelt direkt neben dem Weg. Ein ruhiger Abschluss für einen abwechslungsreichen und eindrucksvollen Wandertag.

Tag 5:

Startpunkt: Barranc de Biniaraix

Endpunkt: Lluc

Distanz / Höhenmeter: 28 km / 1700 m bergauf, 1400 m bergab

GPX-Track: zur Route auf Komoot

Schwierigkeit:

Persönliche Erfahrung:

In der Nacht setzt zum ersten Mal während meiner Tour Regen ein. Das gleichmäßige Aufprallen auf das Zelt weckt mich auf, ebenso mehrere Stirnlampen, die durch die Dunkelheit flackern. Es handelt sich um Teilnehmende des Trans Mallorca 120 km, eines Trailrunning-Rennens quer über die Serra de Tramuntana. Was ich in fünfeinhalb Tagen zurücklege, schafft der Erste in nur 15 Stunden – ein beeindruckender Kontrast. Für die heutige Etappe habe ich mir viel vorgenommen: 29 Kilometer Strecke mit 1.750 Höhenmetern im Aufstieg und 1.450 im Abstieg. Der Tag beginnt mit dem steilen Aufstieg durch die Schlucht von Biniaraix – etwa 700 Höhenmeter auf einem historischen, gepflasterten Weg. Oben angekommen, empfängt mich starker Wind. In der Ferne liegt der Cúber-Stausee. Ich folge der Schotterstraße am See entlang, bis sich der Weg gabelt: Geradeaus führt ein flacher Weg entlang eines alten Aquädukts, rechts zweigt ein längerer und anspruchsvollerer Weg über einen leichten Klettersteig zum Refugi Tossals Verds ab. Ich entscheide mich für die zweite, Variante. Der folgende Abstieg zum Refugi ist felsig, aber gut begehbar. Dort lege ich eine kurze Pause ein.

Der weitere Weg führt durch dichte Wälder und vorbei an kleinen Bachläufen, bevor der Anstieg zum Coll des Prat beginnt. Zunächst geht es durch schattige Waldpassagen, später durch offene Wiesenlandschaften. Kurz vor dem Sattel zweigt der Pfad zum Puig de Massanella ab – dem zweithöchsten Gipfel Mallorcas. Ich beginne den Aufstieg, muss stellenweise kraxeln, doch die Wegführung ist aufgrund fehlender Steinmännchen schwer nachvollziehbar. Der Wind wird zunehmend stärker. Ich entscheide mich, den Aufstieg abzubrechen – die Aussicht ist auch so bereits beeindruckend. Der Blick zurück auf den Cúber-Stausee und die umliegenden Gipfel entschädigt für den Aufwand. Zurück am Hauptweg beginnt der Abstieg. In mehreren Serpentinen zieht sich der Weg hinunter nach Lluc – landschaftlich eindrucksvoll, gegen Ende jedoch lang und fordernd. Am späten Abend erreiche ich den Campingplatz von Lluc, wo ich die Nacht verbringe.

Tag 6:

Startpunkt: Lluc

Endpunkt: Port de Pollenca

Distanz / Höhenmeter: 27 km / 700 m bergauf, 1200 m bergab

GPX-Track: zur Route auf Komoot

Schwierigkeit:

Persönliche Erfahrung:

Am Morgen verlasse ich den Campingplatz in Lluc und gehe durch das stille Klostergelände. Der weitere Weg führt vorbei am Refugi de Son Amer. Kurz darauf führt mich der Weg in den Wald. Noch ein Stück folge ich dem GR221, bevor ich erneut davon abzweige – mein zusätzliches Ziel ist der Puig Tomir. Der Aufstieg ist fordernd: Trittsicherheit ist erforderlich, und die Wegfindung erweist sich als schwierig – Markierungen sind spärlich, die Orientierung verlangt Aufmerksamkeit. Schließlich erreiche ich das weitläufige Gipfelplateau. Das Ziel liegt nun direkt vor mir. Von hier oben bietet sich eine eindrucksvolle Fernsicht über weite Teile der Insel – ein würdiger Abschluss dieser Tour.

Der Abstieg erfolgt zunächst durch eine felsige Landschaft, dann über ein abgelegenes, einsames Plateau. Die Stille hier oben ist beeindruckend – ich begegne stundenlang keinem Menschen. Weiter unten wird der Weg vertrauter: Wie so oft führen Serpentinen talwärts, bis ich wieder auf den GR221 treffe. Von nun an verläuft der Weg flach. Zunächst auf einer asphaltierten Straße, dann auf einem schattigen Pfad entlang eines Flusses nähere ich mich Pollença. Über Nebenstraßen gelange ich schließlich ins Ortszentrum.

Die letzte Etappe führt mich nach Port de Pollença – rund sieben Kilometer auf einem geraden Weg, der parallel zu einer stark befahrenen Straße verläuft. Zum Glück ist es bewölkt, denn Schatten gibt es hier kaum. Nach dieser wenig reizvollen Strecke erreiche ich schließlich die Uferpromenade – das Meer, das Ziel, das Ende. Ich checke in ein Hotelzimmer ein, genieße nach Tagen wieder eine Dusche und ein richtiges Bett. Am nächsten Tag folgt die Rückreise – mit vielen Bildern im Kopf und dem Gefühl, eine intensive, beeindruckende Tour abgeschlossen zu haben.

Etappen

Hier findest du eine Übersicht über die offiziellen Etappen des GR 221 in Gehrichtung Süd nach Nord. Die Angaben zu Distanz, Gehzeit sowie den zu bewältigenden Höhenmetern erleichtern dir die Planung und vermitteln einen realistischen Eindruck von den Anforderungen dieser Tour.

Startpunkt Ziel Dauer Distanz / Höhenmeter
Port d’Andratx Sant Elm 3 h 8 km / 350 m ↑ / 350 m ↓
Sant Elm Ses Fontanelles 4 h 12 km / 550 m ↑ / 300 m ↓
Ses Fontanelles Estellencs 4 h 11 km / 600 m ↑ / 700 m ↓
Estellencs Esporles 4 h 14 km / 400 m ↑ / 300 m ↓
Esporles Valldemossa 4 h 10 km / 600 m ↑ / 400 m ↓
Valldemossa Deià 4 h 14 km / 600 m ↑ / 850 m ↓
Deià Sóller 5 h 16 km / 400 m ↑ / 550 m ↓
Sóller Tossal Verds 6 h 18 km / 1.050 m ↑ / 550 m ↓
Tossal Verds Lluc 5 h 14 km / 800 m ↑ / 800 m ↓
Lluc Port de Pollença 6 h 25 km / 300 m ↑ / 700 m ↓

Orientierung

Insgesamt ist der Weg meistens sehr gut markiert. In den letzten Jahren haben die lokalen Behörden viel dafür getan, die Route lückenlos auszuschildern – entweder durch klassische Wegschilder oder Holzpfosten am Boden. In felsigen Abschnitten zeigen Steinmännchen oder rote Punkte auf den Felsen die richtige Richtung. Trotzdem ist es mir ein paar Mal passiert, vor allem in den karstigen, felsigen Passagen, dass ich kurz nicht wusste, wo es weitergeht, oder die Markierungen schwer zu erkennen waren. Deshalb empfehle ich dringend, zusätzlich eine Navigations-App als Backup zu nutzen und den GPX-Track der Route bereits im Voraus herunterzuladen.

Unterkünfte am GR 221

Übernachtungen sind entlang des Weges in sogenannten Refugis möglich – einfachen Berghütten mit Schlafsälen. Eine Übernachtung dort kostet etwa 40 € und beinhaltet in der Regel Abendessen, Frühstück sowie Bettwäsche. Wichtig: Reservierungen müssen im Voraus erfolgen. Hier findest du die entsprechenden Buchungsseiten: Refugis Mallorca und Camins de Pedra.

Je nachdem, wie du deine Etappen planst, kannst du auch in Hotels in den durchquerten Orten übernachten – das ist natürlich etwas teurer. In Esporles gibt es zudem ein Hostel als günstigere Alternative. Eine weitere preiswerte Option bietet der Campingplatz beim Kloster Lluc, wo eine Übernachtung nur etwa 5 € kostet.

Wenn du noch flexibler unterwegs sein möchtest, kannst du auch wildcampen – was ich selbst auf meiner Tour gemacht habe. Offiziell ist Wildcampen allerdings verboten. In der Praxis wird es, wie ich aus eigener Erfahrung und Gesprächen mit anderen Wanderern weiß, dennoch häufig praktiziert. Entlang des Weges wirst du immer wieder Verbotsschilder sehen, also sei dir der rechtlichen Lage bewusst. Die Platzsuche gestaltet sich meist unkompliziert. Ich empfehle dir ein freistehendes Zelt mitzunehmen, weil der Boden ziemlich hart ist und Heringe oft schlecht halten. Bei gutem Wetter bietet sich auch Cowboy-Camping (Schlafen ohne Zelt unter freiem Himmel) als besondere Erfahrung an.

Schwierigkeit des Wanderweges

Die erforderliche Kondition hängt vor allem von der Geschwindigkeit ab, mit der du den GR221 gehst. Auch die Temperaturen und die Sonneneinstrahlung können eine Rolle spielen. Die An- und Abstiege entlang des Weges sind nicht zu unterschätzen und erfordern gute Kondition. Besonders auf den steinigen Abschnitten ist Trittsicherheit wichtig. Leichte Kletterstellen kommen nur sehr selten vor.

Beste Reisezeit

Die besten Monate zum Wandern sind der Frühling, von März bis Mai, sowie der Herbst, von Oktober bis November. In diesen Zeiten ist das Wetter meist angenehm und die Temperaturen sind ideal für längere Touren. Der Sommer ist hingegen weniger geeignet zum Wandern, weil die hohen Temperaturen die Touren sehr anstrengend machen können. Auch der Winter ist nicht ideal, da in dieser Jahreszeit häufig schlechtes Wetter mit Sturm, Nebel und Regen herrscht. In höheren Lagen kann es sogar zu Schneefall kommen.

Ausrüstung

Wenn du den GR221 gehen willst, schau dir am besten meine Packliste für mehrtägige Fernwanderungen an – da findest du alles Wichtige auf einen Blick. Was auf jeden Fall mit muss: feste Wanderschuhe und Sonnenschutz (also Sonnencreme und eine Kopfbedeckung).

Anreise/Abreise

Der GR221 Mallorca (Ruta de Pedra en Sec) startet in Port d’Andratx im Südwesten der Insel und endet im Norden in Port de Pollença. Damit deine Wanderung entspannt beginnt, findest du hier alle Infos zur Anreise mit dem Bus vom Flughafen Palma de Mallorca sowie zur Rückfahrt vom Zielort.

Anreise: Vom Flughafen Palma nach Port d’Andratx

Die Anreise zum Startpunkt des GR221 ist unkompliziert mit den öffentlichen Bussen möglich:

  1. Bus A1 (Flughafen – Palma Zentrum)

    • Abfahrt direkt vor dem Terminal

    • Endstation: Estació Intermodal im Zentrum von Palma

    • ⏱️ Fahrzeit: ca. 20 Minuten

  2. TIB Bus 101 (Palma – Port d’Andratx)

    • Abfahrt an der Estació Intermodal

    • Endhaltestelle: Port d’Andratx

    • ⏱️ Fahrzeit: ca. 1 Stunde

👉 Tipp: Steig an der Haltestelle „S’Aluet“ aus – hier startet der GR221 Fernwanderweg, nur wenige Schritte von der Bucht entfernt.

Fahrpläne für die Anreise

Rückreise: Von Port de Pollença zurück zum Flughafen

Nach der letzten Etappe des GR221 führt der Weg dich nach Port de Pollença. Von dort kommst du ebenfalls bequem mit dem Bus zurück:

  1. TIB Bus 301 (Port de Pollença – Palma)

    • Direktverbindung zur Estació Intermodal in Palma

    • ⏱️ Fahrzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten

  2. Bus A1 (Palma Zentrum – Flughafen)

    • Abfahrt an der Estació Intermodal

    • ⏱️ Fahrzeit: ca. 20 Minuten

Fahrpläne für die Rückreise

Wichtige Hinweise für deine Busfahrt auf Mallorca

  • Der Flughafenbus A1 akzeptiert nur Bargeld (5 € pro Strecke).

  • Alle anderen TIB-Busse (gelb-rote Lackierung) lassen sich bequem mit Kreditkarte oder Debitkarte bezahlen – einfach beim Ein- und Aussteigen an das Lesegerät halten.

Wasserversorgung und Proviant

Entlang der Strecke sind natürliche Wasserquellen nur selten zu finden. Ein Wasserfilter mitzunehmen macht eher keinen Sinn. Nur am Bach in der Barranc de Biniaraix und am Cúber-Stausee hast du überhaupt die Möglichkeit, Wasser zu filtern. Auch Trinkwasserbrunnen sind rar. Deshalb mein Tipp: Kauf in den Ortschaften unterwegs immer genug Wasser ein. Auf der Etappe von Sant Elm nach Estellencs hatte ich zum Beispiel 3,5 Liter Wasser dabei. Auch bei der Verpflegung macht es Sinn, sich in Supermärkten einzudecken – das spart Gewicht im Rucksack.

Fazit

Der GR221 war für mich eine ganz besondere Wanderung. Die Mischung aus Bergen, Meerblicken, alten Olivenhainen und kleinen Dörfern hat jeden Tag spannend und abwechslungsreich gemacht. Natürlich war es oft anstrengend – vor allem mit den langen Auf- und Abstiegen und dem Wasser im Rucksack –, aber genau das hat die Tour so intensiv und lohnend gemacht. Besonders schön war für mich die Ruhe unterwegs, die Begegnungen mit Tieren und die Abende beim Wildcampen mit Sonnenuntergang oder Sternenhimmel. Am Ende hatte ich nicht nur viele Eindrücke von der Landschaft, sondern auch das Gefühl, Mallorca auf eine ganz ursprüngliche Art erlebt zu haben.